Barfußlaufen für Kinder in Berlin und Brandenburg

Schuhe aus und nichts wie raus! Lauft barfuß – zum Beispiel auf den Brandenburger Barfußpfaden

Kinderfüße bemalt mit lächelnden Gesichtern (Smileys)

Inhalt

Barfuß Pfad aufnehmen: Es ist zwar im Frühling unter Umständen ziemlich frisch draußen, aber zum barfuß gehen ist es deshalb nicht zu früh. Das Barfußlaufen ist ein Highlight des endlich überstandenen Winters – und kann zum schönen Begrüßungsritual für den Frühling werden. Außerdem macht es gesund oder noch gesünder.

Barfuß ist einfach besser als Lackschuh. Zumindest für Kinder und wenn ihr nicht gerade festlich werden wollt. Der Frühling feiert seine Feste am liebsten ohne Schuhe.

Diese Fähigkeiten fördert das Barfußlaufen:

Ausdauer
Feinmotorik
Konzentration
Körpergefühl
Kreativität
Reaktionsfähigkeit

Ein kleiner Junge läuft barfuß jubelnd über einen Steg durch eine Sommerwiese

Warum ist Barfußlaufen gesund?

Dass weicher Waldboden die Gelenke weniger beansprucht als Asphalt, weiß heutzutage eigentlich jedes Kind. Noch besser ist es, auf Naturböden barfuß zu laufen. Denn ohne den Halt der Schuhe wird die Fußmuskulatur gestärkt. Die verschiedenen Untergründe regen zusätzlich die Durchblutung an. Barfußlaufen fördert auch eine gesunde Zehenstellung. Mit diesen Argumenten braucht ihr allerdings kaum versuchen, Kinder zu überzeugen.

Wir als euer Freizeit-Portal für Eltern geben euch passendere Argumente, mit denen sich Kids unbeschuht auf den Barfußpfad begeben – oder gar jubelnd einen solchen selber bauen!

Warum das Barfußlaufen für Kinder so gesund ist, erfahrt ihr noch ausführlicher in diesem Video:


Barfuß auf einem barfußpfad

Wie baut man einen eigenen Barfußpfad?

Welches Material braucht man für einen eigenen Barfußpfad?

Auf Barfußpfaden gibt es verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Wegen (Wasserbecken, Schlammbecken, Steine, Stöcke und noch viel mehr). Welche Materialien ihr für einen eigenen Barfußpfad benutzt, bleibt allein euch überlassen. Hier einige Möglichkeiten:

  • Gras, Blätter
  • Reisig, Tannenzapfen, Stöcke, Rinde, Balancierstock
  • Wasser
  • Seil mit Knoten
  • Flaschenkorken
  • verschiedene Steine: große, kleine, runde, eckige
  • zusammengeknülltes Papier (das solltet ihr abends in die Wohnung holen, sonst wird es feucht)
  • Sand aus eurem Sandkasten (nur in einer Schüssel/einem Becken, damit ihr ihn auch wieder in den Sandkasten zurückbringen könnt)
  • alte Decken, die ihr nicht mehr braucht
  • Murmeln in einer Schüssel

Wo findet man sonst noch Material für einen Barfußpfad?

Wo ihr außerdem Material für den besten Barfuß-Untergrund findet? Mit einem Korb und einem Rucksack könnt ihr euch auf Materialsuche in den Wald begeben. Denn der ist eine hervorragende Fundgrube: hier gibt es Äste, Tannenzapfen, Rinden, Reisig und manchmal sogar Steine.

Der Balancierstock für euren Barfußpfad sollte ein längerer, dickerer Ast sein. Steine könnt ihr zuhause und auf Waldwegen finden – oder auf kleineren Baustellen. Dort aber bitte vorher fragen! 😉

Die/der BarfußpfadplanerIn in euch hat bald den richtigen Blick für alles, was pfadtauglich ist: Es gibt viele ideale Barfußpfadmaterialien, die euch im Alltag vielleicht gar nicht bewusst auffallen (zusammengeknülltes Altpapier, Fußabstreifer, abgeschnittene Äste/Hecken …).

Wie baut man konkret einen eigenen Barfußpfad?

Ihr habt den Plan! Sobald ihr alles beisammen habt, kann es mit dem Bauen losgehen. Die besten Orte sind Rasen oder Terrasse. Seid kreativ und legt los: Welches Material zuerst kommt, ist euch überlassen bzw. den Kindern. Der Rest ergibt sich von selbst. Eurem Pfad sind keine Grenzen gesetzt: Ihr könnt ihn in einem Kreis, in Schneckenform oder in einer geraden Linie anordnen.

Probiert auch mal verschiedene Abstände zwischen den Materialien aus: Ihr könnt die gleichen Materialien an einer Station eng aneinanderlegen und an der anderen weiter auseinander, sodass Lücken entstehen. So fühlt es sich immer wieder anders für eure Füße an.  Wenn der Weg an manchen Stellen nicht immer gut erkennbar ist, dann macht das nichts. Einfach mit Stöcken, Steinen oder Seilen den Weg kennzeichnen.

Das Bauen des Barfußpfades kann schon mal eine Woche oder länger dauern.  Umso schöner ist das Gefühl, besonders unter den Füßen, wenn ihr endlich auf eurem eigenen Barfußpfad lauft. Seid vorsichtig, oder, wie man heute so gern sagt: ACHTSAM, geht langsam – dann könnt ihr die einzelnen Stationen obendrein viel besser erspüren. Wie fühlen sich Kiesel an? Wie das Reisig? Wie das Altpapier oder die Rinde?

Kind barfuß auf einem Weg: Das Mädchen streckt freudig die Arme nach links und rechts

Brandenburgs Barfußpfade und Barfußparks

Wenn ihr nicht die Gelegenheit habt, euren eigenen Barfußpfad zu erfinden und zu bauen, dann ist das halb so schlimm. Denn in Brandenburg gibt es Barfußpfade, die ihr das ganze Jahr über nutzen könnt. Einige sind aber auch erst ab Mitte April begehbar – zum Beispiel der Barfußpark Beelitz-Heilstätten. Da feiern die Leute die Barfuß-Saison auf allen Pfaden übrigens noch einmal so richtig.

Auch in Berlin gibt es ein paar kleinere Barfußpfade – zum Beispiel bei der Waldschule Grunewald (bitte beachtet die Öffnungszeiten).  So könnt ihr also auch ganz kinderleicht mit der ganzen Familie barfußlaufen!