Berlins Spielecafés bzw. Ludotheken laden Kinder und Eltern ein

Entdeckt kinderleicht neue Gesellschaftsspiele wie Brettspiele und habt als Familie Spaß

Ein Junge spielt gegen seinen Vater Schach und freut sich

Inhalt

Frisch auf den Tisch: Brettspiele! Berlin ist die Stadt der Ludotheken und Brettspielecafés. Denn das Spielen gehört essentiell zum Leben dazu. Der Mensch spielt ständig. Deshalb gibt es auch den Begriff des Homo ludens vom spielenden Menschen. Dieser lernt im Spiel sich und die anderen besser kennen.

In vielen Berliner Spielecafés bzw. Ludotheken steht das spielende Kind im Mittelpunkt. Es gibt aber auch Spielecafés bzw. Ludotheken, die nicht nur Kinder und ihre Eltern ansprechen – sondern Menschen jeden Alters. Die Angestellten bieten euch gute und geeignete Gesellschaftsspiele wie beispielsweise Schach an, die ihr vor Ort oder zuhause nutzen könnt. Und gerade in den bibber- und bitterkalten Monaten des Jahres sind Ludotheken die vielleicht beste Anlaufstelle für einen entspannten wie spannenden Nachmittag mit Kindern. Klar also, dass wir als euer Onlinemagazin für Freizeitaktivitäten mit Kindern in Berlin für euch genauer hinschauen möchten.

Diese Fähigkeiten fördert das Spielen von Gesellschaftsspielen:

Feinmotorik
Kognitive Fähigkeiten
Konzentration
Kreativität
Reaktionsfähigkeit
Teamfähigkeit

Großeltern mit Kind beim Spielen des Gesellschaftsspiels Jenga

Warum ist das Spielen von Gesellschaftsspielen gut für Kinder?

Im Zentrum des Spielens von Gesellschaftsspielen steht die Fantasie. Spielen regt die Kreativität an, schult das strategische Denken, fördert das Miteinander und das Erkennen von Prozessen und Abläufen. Kinder lernen durch Ausprobieren und Anschauen. Im Spiel kann man Fehler leichter wegstecken und hat auch eher den Mut, Ideen weiterzuentwickeln. Im Spiel steckt die ganze Welt.

Was ist ein Spielecafé bzw. eine Ludothek überhaupt und warum lohnt sich euer Besuch?

Jede/r darf mitspielen! Die meisten Ludotheken sind städtische Institutionen, die neben einer gemütlichen Atmosphäre vor allem eines parat halten: Brettspiele. Erfunden wurde die Ludothek in der Schweiz. Ludotheken wurden gegründet, um Menschen (auch mit geringem Einkommen) eine Teilhabe an der Welt der Spiele zu ermöglichen. Aber nicht nur Menschen, die bedürftig sind, suchen Spielecafés auf. Sondern das tun auch alle anderen, die Lust auf Gesellschaftsspiele in Gesellschaft haben. Gerne ist das obendrein in neuer Personenkonstellation und mit neuen Produkten.

Begeisterte NachahmerInnen fand das Spielecafé unter anderem in Italien, England, Frankreich – und in Deutschland. Fast überall schätzen die Leute das Spielen in öffentlichen Räumen. Kinder sind meist sehr beeindruckt von der riesigen Auswahl an Spielen in den Spielecafés – und manchmal überrascht, mit welchem Feuereifer auch Erwachsene noch spielen. Am Weltspieltag, dem 28. Mai, sind Ludotheken wichtige Ratgeber für Spiele-Fans und werben außerdem für die Kultur des Spielens.

Berliner Spielecafés öffnen die Türen für alle, die gern in andere Welten abtauchen. Analog. Hier gibt es keine Videogames und Virtual Reality. Für junge Berliner GamerInnen und zukünftige YouTube-Stars ist das die Gelegenheit, sich noch mal mit handfesten Brettern, Karten, Figuren und echten Menschen an den Tisch zu setzen. Im reichhaltigen Spielzeugfundus der Ludotheken findet ihr immer etwas, was zu euch passt. Dabei beraten und unterstützen euch Fachleute.

Fast alle Berliner Ludotheken haben eine gut sortierte Auswahl an bekannten und weniger bekannten Spielen. Oft stehen diese in doppelter und dreifacher Ausführung bereit, damit auch jede Spielergruppe alles spielen kann. Denn wie schade ist es, wenn das aktuelle Lieblingsspiel gerade vergriffen ist? Die Spiele, die sich oft in langen Regalen bis unter die Decke stapeln, sind eine Mischung aus jahrzehntealten Klassikern und den aktuellen Hits der Spielemessen. Wer will, kann sich auch ein Spiel ausleihen und zuhause sein Spielfeld aufbauen.

Ludotheken wollen eines nicht: mit der Natur spielen. Spielecafés setzen mit ihrem Konzept auf das Prinzip der Nachhaltigkeit. Ganz nach dem Motto: Sharing is caring. Auch ein guter Grund für einen besuch ist folgender: Statt gleich ein Spiel zu kaufen, macht man einen Probelauf in der Ludothek und weiß schnell, ob das Spiel hält, was es verspricht.

Vorbeischauen könnt ihr als geschlossene Gruppe. Dann kann zum Beispiel euer Kindergeburtstag sein. Ihr könnt euch aber auch anderen Tischen und Gruppen anschließen. Oder aber ihr kommt allein und findet mit Sicherheit freundliche MitspielerInnen. Let’s play!

Eine Familie beim Spielen von Mensch ärgere dich nicht: Hinter dem Spielbrett liegt ein lächelndes Mädchen

Wo gibt es in Berlin Ludotheken bzw. Spielecafés?

Im bunten, vielfältigen Berlin gibt es ein paar schöne Ludotheken. Die allererste der Stadt ist die Spielwiese in Friedrichshain. In Moabit findet ihr den Brettspielplatz, der euch neben klassischen Brettspielen mit einer speziellen Kinder-Spielecke lockt. Die Spiele-Wirtschaft in Schöneberg bietet euch neben klassischen Brettspielen auch Großspielgeräte wie einen Kickertisch oder ein Dart-Spiel.

Was ist eine Ludothekarin bzw. ein Ludothekar?

Die/der LudothekarIn ist GastgeberIn im Spielecafé. LudothekarInnen sind Menschen wie du und ich. Vielleicht sind sie nur ein bisschen leidenschaftlicher, wenn es um die Pflege des Gesellschaftsspiels geht. Manche von ihnen verleihen nicht nur mit Hingabe Spiele und springen auch mal selber als MitspielerIn ein. Manche arbeiten neben ihrer Tätigkeit in der Ludothek auch noch als SpielpädagogIn. Ein/e LudothekarIn bietet Menschen die wunderbare Möglichkeit, in geselliger Runde, neue Brettspiele zu entdecken, in andere Rollen zu schlüpfen … und vor allem: Kinderleicht spielend neue Leute kennenzulernen! 😊

Neugierig geworden? Dann schaut euch doch folgendes schöne Interview eines waschechten Berliner Spielecafé-Gründers an: